Prolog – Entwicklung

  • 2005 – An einem düsteren Novemberabend sitzt Florent erschöpft vor seinem Laptop. Ihm ist klar, dass jetzt die Arbeit der letzten zwei Jahre auf die Probe gestellt wird. Jetzt wird sich entscheiden, ob die Entbehrungen sich gelohnt haben. Seine sozialen Verpflichtungen hat er über Gebühr vernachlässigt, doch die Hoffnung, dass seine revolutionäre Idee funktionieren könnte, hat ihn bei Kräften gehalten. Florent zögert noch, so viel steht auf dem Spiel. Dann drückt er auf den Knopf. Da wo eben noch eine weiße Seite war, erscheint ein Logo, darunter ein Link um sich zu registrieren. Die Plattform custom.earth ist ab dieser Sekunde weltweit erreichbar. Florent fällt auf sein Bett und schläft den Schlaf der Erschöpfung.

    Die nächsten zwei Jahre sind für ihn wie im Flug vergangen. Hunderte Anmeldungen schon in der ersten Woche, inzwischen sind es Millionen aktive Nutzer. Seine Plattform hatte den Zeitgeist genau getroffen. Die Welt benutzerdefiniert, die Verfassung open source. Man konnte Vorschläge machen, wie Budgets im Staatshaushalt verteilt werden sollen und Änderungen an Gesetzen zur Abstimmung stellen. Bald, dank der großen Nutzerzahl, zitierte die Presse den einen oder anderen Vorschlag. Einige Wissenschaftler begann zu interessieren, wie es dort zur kollektiven Entscheidungsfindung kam und Florent hatte viele Mitstreiter, die das System und die Algorhitmen stetig verbesserten und die Erfahrung der Anwender so übersichtlich und angenehm wie möglich zu gestalten. Dann kam der große Moment: Estland startete ein Pilotprojekt um seine Bevölkerung an der Entscheidungsfindung für den nationalen Kurs teilhaben zu lassen.

    Zwei weitere Jahre später zogen andere Nationen nach, denn die Erfolge und die immense Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität waren signifikant. In den ersten zwei Jahren war das „Troll-Problem“ am größten. Da sich in den Unterkategorien allmählich eine funktionierende Selbstorganisation entwickelte, nahm dieses Problem mit der Zeit aber ab. Man lernte damit umzugehen und reagierte einfach kaum mehr auf wutentbrannte oder hasserfüllte geistige Ergüsse, sodass die „Online-Exhibitionisten“ schlicht die Freude an ihren Aktivitäten verloren.

    Diese Vorgeschichte wird über Nachrichtenbeiträge ausschnittsweise gezeigt. Zum Beispiel mit Material von Demonstrationen. Außerdem gibt es zwei Interviews mit Florent, eines in der frühen Phase und eines in der Zeit, in der unsere Geschichten spielen. Der Prolog läuft vor der erstem Folge.

  • …muss noch ausgearbeitet werden 🙂

  • Christopher Müller equaliser.minimalcity.de

  • Kamera und Schnitt: Nicolai Mauersberg consuman.de
    Ton und Musik: Chritopher Müller equaliser.minimalcity.de

Folge 1 – Bildungssystem – Entwicklung

  • 2016 – (Charakterisierung) Karalou wacht in ihrer Wohnung neben ihrer Katze auf. Sie kennt die Welt kaum noch anders. Politische Entscheidungen ohne Mitbestimmung der Bevölkerung sind ihr fremd und die Vorstellung alleine erscheint ihr absurd. Klar, für ihre Eltern war das noch normal, aber es wirkt grau und vorzeitlich auf sie. In die Schule geht sie gerne, dort kann sie lernen, wie der Welt funktioniert. Physik begeistert sie ganz besonders, da man dort verstehen kann, was keiner sieht. Im nächsten Semester will sie die Welt der allerkleinsten bekannten Teilchen erforschen und ihr Lehrer wird sie und ihre Mitschüler sicher gerne durch die verschlungenen Eigenheiten der Quantenobjekte geleiten. 

    Einmal in der Woche hat sie eine Stunde Zeit, mit ihren Hörern ihre Erfahrungen zu teilen. Sie gestaltet eine kleine Radiosendung seit einem Jahr und hat großen Spaß Interviews, Gedanken und Musik zu einem Thema ihrer Wahl zusammen zu stellen. Damit verdient sie sich ein wenig Geld zu ihrem Grundeinkommen dazu und vielleicht möchte sie auch weiter als Journalistin arbeiten, denn sie würde gerne reisen. Außerdem liebt sie Geschichten und in dieser Rolle kann sie die verschiedensten Menschen auf einer ganz anderen Ebene ausfragen, denn neugierig war sie schon immer, weshalb ihr Großvater sie früher gerne „Vorwitznase“ nannte. 

    Zu sehr festlegen will sie sich allerdings noch nicht. Dazu gibt es auch gar keinen Grund, denn niemand muss arbeiten, in dieser Welt. Trotzdem sind weniger Menschen ohne Beschäftigung als vor der Wende. Es gibt so viel zu tun und zu schaffen in dieser Welt. Einige Regierungen, lassen noch immer ihr Volk nicht mitreden. Viele sperren ihre Bürger weg, denn jeder ist in der freien Welt willkommen und was ist schon eine sebsternannte Elite ohne Sklaven. 

    Bald ist sie endlich 18! Dann bekommt auch sie ihr volles Stimmrecht. Sie weiß schon ziemlich genau wie sie ihr Budget verteilen wird. Natürlich wird ihre Schule einen Teil bekommen, denn es kann immer etwas verbessert werden, aber sie liebt die Natur so sehr und möchte sich für ihre Pflege und Erhaltung einsetzen. Und natürlich um die schrecklichen Fehler der alten Welt wieder auszubügeln. Wie soll sie nur verstehen, dass noch vor 15 Jahren nahezu 50% aller Arten an den Rand des Aussterbens gebracht wurden? Und weshalb nur. Für ein kleines bisschen Profit oder einfach aus Langeweile und Ignoranz. Auch heute sind die Menschen noch viel zu achtlos mit ihren Mitgeschöpfen, findet sie. 

    Wir werden die „freie Welt“ in den ersten Folgen aus ihren Augen sehen. Das Thema der ersten Folge ist das Bildungssystem, das von Schülern, Lehrern und Eltern gemeinsam ausgestaltet wird. Die einzelnen Unterrichtsinhalte werden maßgeblich von den Schülern selbst ausgesucht. Nur sie können wissen, was sie lernen möchten und was sie weiterbringt.

  • Muss noch ausgearbeitet werden!

  • Kira Mauersberg ilousion.de

    DS-Klasse

  • Bisher geplant und unbestätigt: Bettina-von-Arnim Schule

  • Kamera und Schnitt: Nicolai Mauersberg consuman.de
    Ton und Musik: Chritopher Müller equaliser.minimalcity.de